freitag 24.09.

Uhrzeit 21:00 – 22:00

KUNSTMOMENTE 1

389 Stücke

Vier Gemälde von Caravaggio
Sie sind in Stücke gerissen, er auch

von Bahareh Hejrankeshrad
Bahareh Hejrankeshrad ist freie Künstlerin aus dem Iran, lebt und arbeitet in Bremen. Ihre Kunstwerke umfassen Film, Video, Malerei und Animation.

Parade (Eröffnung Kunsthalle Mainz 2008)

von Dieter Hoffmeister (OKB-Mitglied)
Art is the demonstration, that the ordinary is extraordinary. (Amédée Ozenfant)

Meine Videoarbeiten beruhen meistens auf Beobachtungen im Alltag, Beobachtungen von Passanten, öffentlichen Ereignissen und/oder Naturbeobachtungen. So entsteht eine Fülle von filmischem Material, das dann im Atelier in die Umsetzung einer künstlerischen Idee eingehen kann. Inszenierungen kommen nur ganz selten vor.


Hineni
Gal Fefferman

„Hineni“ (aus dem Hebräischen – הנני/ Hier bin ich / Here I am) basiert auf einer performativen Sprache, die Gesang und Bewegung kombiniert, musikalische und choreografische Elemente reduziert, um eine genaue Darstellung von Emotionen zu entdecken und die Ästhetik sowohl des zeitgenössischen Tanzes, als auch des klassischen Gesangs herauszufordern. Wir sehen und hören trainierte und untrainierte Körper und Stimmen von Frauen, gemeinsam und doch voneinander isoliert. Ein Versuch, eine neue Art von Zusammensein zu erleben. Das Stück entstand im August 2020 bis Januar 2021. Die Idee, Gesang und Tanz zusammenzubringen, war ursprünglich für eine Live-Performance gedacht. Im Januar 2021 entstand in Zusammenarbeit mit dem Filmkünstler James Chan-A-Sue eine Verfilmung des Stücks. Gefördert durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft und Kunst und Unterstützt durch das Künstlerhaus Mousonturm und das Hessische Staatsballett im Rahmen der Tanzplattform Rhein Main sowie Oper Frankfurt und Eventlokal
Hüttenwerk, Michelstadt. Die Premiere fand in der Naxoshalle statt.

Performance, Kreative Kollaborat: Sophie Wenzel, Magdalena Dzeco, Evie Poaros
Künstlerische Leitung & Choreografie: Gal Fefferman
Musikalische Leitung: Nicolai Bernstein
Bühne & Video: James Chan-A-Sue
Kostüme: Patscharaporn Distakul
Bühne: Tilman Stallknecht
Produktionsassistenz: Sam Michelson
Audio Mixing: Josy Friebel

BODYSSEY 2020/21

von Ines Schäfer

Was erwartet dich? Ein ewiges Suchen nach dem Unsichtbaren. Tage, Monate, Jahre. Ein Ziehen, ein Stechen, ein Sog ins dunkle Nichts. Laut, warm, kalt. Entspannung, Stress, ein Kommen und Gehen des Verzichts. Ein Finden des versteckten Durchhaltens. Es der Zeit überlassen. Fließend.

In meinen Werken beschäftige ich mich seit langem mit menschlichen Körpern in der Kunst, deren Schönheitsidealen und Verfremdungen. Meine Ausdrucksformen wandern zwischen Performances, Plastiken, Installationen und audiovisuellen Medien.
Mit meinem aktuellen Projekt BODYSEEY begebe ich mich tiefer in die Auseinandersetzung meines eigenen Körpers.

Ines Schäfer ist geboren am 1993, studiert bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel

Tagtraum
von Ria Gerth (OKB Mitglied)
1954 geboren in Bonbaden.
Ausbildung zur Teilzeichnerin bei Ernst Leitz GmbH, Optische Werke – Leica – in Wetzlar.
Ausbildung zur Grafikerin bei PH-Werbung Hölzig in Naunheim.
Studium Freie Kunst, Bildhauerei, an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in
Alfter, Diplom.
Lebt und arbeitet seit 1991 in Köln.

Tanzintervention Nr. 4.
von Anna Dahinden und Juliana Hutai

Gemeinsam begründen wir die Tanzinterventionen um einen Raum zu eröffnen, in dem wir uns tanzend kennenlernen. Der urbanen Raum wird dadurch zugleich neu besetzt. Kunst und Kultur werden in den gelebten Stadtraum gebracht, sodass sich neue Möglichkeitsräume eröffnen. »Wir tanzen. Wir lassen uns durch den Stadtraum treiben und erforschen uns und unser Sein in der Stadt, in der wir leben. Die Choreografien entstehen im Hier und Jetzt und sind Improvisationen von dem, was da ist: uns, unseren Körper und unsere Erfahrungen. Wir nehmen Räume ein und lassen unsere Körper sprechen. Durch die Bewegungen drücken wir aus, wer wir sind, was uns bewegt und was uns sein lässt«.

Anna Dahinden (1993) ist Künstlerin und Bewegungs-Performerin. Sie studierte neben Kunst, Medien- und Kulturwissenschaften verschiedene Bewegungsmethoden in Basel und Berlin. Sie erforscht Räume in und um sich, indem sie ein räumliches Bewusstsein durch Bewegung, Klang und architektonische Elemente entfaltet. Als Tanz-Performerin nimmt sie an verschiedenen Festivals teil, performt allein oder tritt transdisziplinär mit Künstler:innen im öffentlichen Raum auf. Ihr gegenwärtiges Projekt heisst „gespiegelte Interaktionen“.

Juliana Hutai (1992) ist eine in Berlin lebende Tänzerin und Soziologin. Ihre klassische Tanzausbildung dient ihr als Ausgangspunkt, um zeitgenössische Tanzstile (Gaga, Consciousness Movement) zu vertiefen und diese in ihre Bewegungsstudien einfließen zulassen. Ihr soziologisches Feld bewegt sich zwischen Stadt- und Raumstudien sowie Protest- und Bewegungsforschung.

Träume einer schönen Welt
von Paul Hess (OKB Mitglied)

geboren 1966 in Niederhatzkofen in Niederbayern
lebt und arbeitet seit 1991 in Gießen.
Schreibt literarisch seit 1983, fotografiert seit 1985.
Wirkungsschwerpunkte:
1996-2003 Redakteur bei Literaturzeitschriften (SHANGHAI Opera, Syntax acut), Veranstaltung von Lesereihen (Literatur am Bahnhof, ZapfLiterat), Gründungsmitglied von LahnBeat. Texte in »Kaltland Beat – Neue deutsche Szene«, Ithaka Verlag (1999; 2. Aufl. in Arbeit). Buchveröffentlichung »Ohne Amok« (Bench Press Publishing, 2001).
Comic-Verfilmung von »Ohne Amok« mit Andreas AE Eikenroth (2005).

Schreiben und Fotografie liefen lange parallel ohne Berührungspunkte. Seit 2011 jedoch interessiert mich zusehends die gegenseitige Beeinflussung von Text und Aufnahme. Dabei kann es um erfundende Geschichten gehen, die durch entsprechende Fotografien belegt werden, i.w.S. geht es hierbei also um die Herstellung von Fake News; ein anderer Schwerpunkt dabei ist allerdings der Umgang mit unserer Umwelt und ihren Ressourcen – und damit das glatte Gegenteil von Fake News. Die Arbeit „Träume einer schönen Welt“ gehört zu diesem Themenschwerpunkt. Aufnahmen von harmonisch empfundenen Landschaften werden durch sachliche bis erzählend-literarische Texte gedanklich erweitert und zuletzt durch Alltagssituationen, die mit unseren Wunschbildern nichts zu tun haben, kontrastiert.